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Hermann Hesse in Gaienhofen

Im Jahre 1904 ließ sich Dichter und Schriftsteller Hermann Hesse auf der Halbinsel Höri im Untersee nieder. Frisch verheiratet, seinen ersten literarischen Erfolg mit dem Roman „Peter Camenzind“ feiernd, zog er nach Gaienhofen, um dort ein einfaches Leben auf dem Land zu führen.

Schräg gegenüber vom Höri-Museum und der Mauritiuskapelle liegt das alte Bauernhaus, das Hermann Hesse von 1904-1907 mietete, bevor er sich 1907 von dem Architekten Hans Hindermann ein eigenes Haus „im Erlenloh“ bauen ließ. Eine Besonderheit dieses ehemaligen Wohnhauses, welches er selbst als „erste legitime Werkstätte" seines Berufes bezeichnete, stellt der Schreibtisch des Dichters dar, der seit 1995 wieder seinen Platz im Arbeitszimmer hat. Ursprünglich für exakt diesen Raum konzipiert, begleitete der Tisch, auf dem ein nobelpreisgekröntes Werk entstanden ist, den Schriftsteller sechzig Jahre lang von Gaienhofen zunächst nach Bern und dann nach Montagnola.

Das stattliche Landhaus im Reformstil, welches Hermann Hesse für seine Familie im Jahre 1907 errichten ließ, befindet sich ebenfalls in Gaienhofen. Seit 2004 ermöglichen die Privateigentümer nach wechselvoller Geschichte und umfangreichen Sanierungsarbeiten Zugang zum Haus. Dank hohem Bestand der baulichen Originalausstattung des Gebäudes ist eine weitgehend authentische Atmosphäre erlebbar. Weiterhin kam es zur Wiederherstellung der charakteristischen Merkmale von Hesses erster Gartenanlage. Eine Stätte für Mia Hesse, die erste Ehefrau des Dichters und Mutter seiner drei Söhne, informiert über ihre Vorliebe für Photographie. Das Haus ist Preisträger des Denkmalschutzpreises des Landes Baden-Württemberg 2005.

Die Gemeinde Gaienhofen war bis 1912 Wohnort des Schriftstellers Hermann Hesse, da sich die Familie für einen Wegzug nach Bern entschied.

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