Museum Fischerhaus in Wangen
Weltkulturerbe Wangen-Hinterhorn im Museum Fischerhaus Wangen
Das Museum zeigt jungsteinzeitliche Funde aus der Pfahlbaubucht am Hinterhorn, Teil des UNESCO-Weltkulturerbes der Pfahlbauten.
04.04.–18.10.2026 | Mi–So 14–17 Uhr.
Die Erforschung der Pfahlbauten in Deutschland nahm hier 1856 durch den Wangener Bürger Kaspar Löhle ihren Anfang. Dort in der Wangener Bucht befanden sich vor 4000 - 6000 Jahren jungsteinzeitliche Siedlungen, die zu den ältesten am gesamten Bodensee gehören. Das Fischerhaus zeigt eine umfangreiche Sammlung von Keramikgefäßen, Stein- und Knochenwerkzeugen, Textilfunde aus Lein- und Lindenbastfasern, wie z.B. den berühmten "Wangener Hut".
Das Welterbekomitee der UNESCO hat auf seiner Sitzung 2011 in Paris insgesamt 111 Pfahlbausiedlungen rund um den Alpenbogen als Welterbe gekürt - darunter auch Wangen-Hinterhorn - und in die Liste als UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.
http://www.unesco-weltkulturerbe-pfahlbauten.de/aktuelles.html
Im Museum Fischerhaus wird auch ein Querschnitt von Original-Fossilien aus den Öhninger Steinbrüchen gezeigt. Über 900 Tierarten und 450 Pflanzenarten aus der Urzeit vor 13 Millionen Jahren wurden ab dem 19. Jahrhundert wissenschaftlich beschrieben. Zu den berühmtesten Fundstücken zählt neben Schildkröten, Fischen und Pflanzen ein versteinerter Riesensalamander, der von dem Universalgelehrten Johann Jakob Scheuchzer aus Zürich 1725 irrtümlich als ein in der Sintflut umgekommener armer Sünder beschrieben wurde.
Besichtigungen, Führungen und Vorträge geben Aufschluss über unsere kulturelle Vergangenheit.
Kontakt
Adresse
Museum Fischerhaus Wangen
Seeweg 1
78337 Öhningen-Wangen
Ansprechpartner
Herr Prof. Dr. Mathias Bartels