Pfahlbau-Route Info-Stop Konstanz-Litzelstetten
Die Pfahlbau-Route „Überlinger See“ verbindet fünf Welterbestätten und alle weitere dokumentierten Fundstätten aus der Pfahlbauzeit zu einem Erlebnis. Der Info-Stop Konstanzer Bucht bietet per QR-Code alle relevanten Infos zur Pfahlbauzeit vor Ort.
Fundstätte Litzelstetten-Staudershag
Altershinweis: 3400 - 2800 v.Chr.
Die Fundstätte wurde 1947/48 entdeckt. Bei späteren Untersuchungen konnte ein Pfahlfeld nachgewiesen werden. Zur Seeseite hin befindet sich ein wenige Meter breiter Streifen mit einer Siedlungsschicht, die teilweise noch von Seekreide umschlossen ist.
Fundstätte Litzelstetten-Hasenwiesen
Altershinweis: 3400 - 2800 v.Chr., 3900 - 3500 v.Chr.
Die Fundstätte wurde bereits Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckt. Spätere Untersuchungen fanden eine 460m lange Ansammlung von Holzpfählen, in dessen Bereich zum See hin noch mehrere Siedlungsschichten erhalten sind. Vermutlich handelt es sich im Ganzen um mehrere, seitlich gegeneinander versetzte Siedlungen. Es ist insgesamt eine der größten zusammenhängenden Anlagen am südlichen Überlinger See.
Fundstätte Litzelstetten-Rainwiesen
Altershinweis: 3400 - 2800 v.Chr.
Die Fundstätte wurde im Zuge von Forschungs-Tauchgängen erst 2003 entdeckt. Es wurden verstreute Fundstücke und ein schmaler Streifen mit Siedlungsresten dokumentiert. Eine Ansammlung von Holzpfählen konnte noch nicht nachgewiesen werden.
Fundstätte Konstanz-Litzelstetten Bussenried
In dem Beitrag "Litzelstetter ABC" von Tobias Engelsing und Ekkehard Faude in dem Buch "Litzelstetten - Ein Streifzug durch 1150 Jahre vom Dorf im Mittelalter zum heutigen Stadtteil herausgegeben vom Ortschaftsrat Litzelstetten" von 1989 im Verlag Faude werden die Pfahlbauten erwähnt. Mit Bezug auf das 1902 erschienene Buch von E. von Trölsch "Die Pfahlbauten im Bodenseegebiet" werden auch die Fundstätten von Litzelstetten erwähnt. Zum Bussenried heißt es, dass, wo eigentlich Torf abgebaut wurde, Reste von Pfahlbauten, Geräte und Schmuck gefunden wurden. Unter anderem wurden ein durchbohrter Schildkrötenpanzer und aus fünf Metern Tiefe ein spektakulärer Fund eines Schädelrestes gefunden, der schließlich ins Rosgartenmuseum kam.
Fundstätte Litzelstetten-Ebnewiesen
Altershinweis: 2620 - 2498 v.Chr.
Die Fundstätte wurde bereits vor 1863 entdeckt. Untersuchungen in den 1990er und 2000er Jahren belegen die Existenz einer umfangreichen Ansammlung von Holzpfählen vor allem aus Weichhölzern und eine teilweise an die Oberfläche tretende Schicht mit Siedlungsresten. Die Fundstätte enthält kaum untersuchte, umfangreiche Siedlungsbefunde.