Buchen

1. Internationale 
Einbaumregatta
in Deutschland

„Volle Fahrt voraus“: Unter diesem Motto geht es im Mai 2020 bei der Internationalen Einbaumregatta mit steinzeitlichen Einbäumen erstmals in Deutschland auf abenteuerliche Entdeckertour auf dem Bodensee. 
Eine einzigartige Zeitreise – von der Steinzeit bis zur Neuzeit…

21. bis 24. Mai 2020 

Container
Taufe eines nachgebauten Einbaums in Ljubljana 2018

im Rahmen des Welterbes „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“ wird in jedem Jahr einmal die Internationale Regatta für steinzeitliche Einbäume ausgetragen, Das ausrichtende Land wechselt jedes Jahr: 2018 fand die Regatta in Slowenien, 2019 in Italien statt. Vom 21. bis 24. Mai 2020 wird der Öhninger Ortsteil Wangen am westlichen Bodensee Austragungsort sein. Als Entdeckungsort der Pfahlbauten am Bodensee kommt Wangen eine besondere Bedeutung zu und eignet sich somit ausgezeichnet diese international angelegte Veranstaltung zu beherbergen. Gemeinsam mit dem Verein Museum Fischerhaus Wangen und dem Landesdenkmalamt BW konnte ein attraktives Rahmenprogramm rund um diese Internationale Regatta erarbeitet werden.

Die Idee zu dieser Regatta wurde vor einigen Jahren in der Schweiz geboren und trägt inzwischen rund um die Alpen. Seit 2011 findet sie mit nachgebauten prähistorischen Einbäumen jedes Jahr an einem anderen der über tausend bekannten Pfahlbaufundplätze rund um die Alpen statt. Nach Frankreich, Österreich, Slowenien und Italien findet die Regatta 2020 erstmals in Deutschland am Bodensee statt.

Einbäume waren in der Stein- und Bronzezeit gängige Verkehrsmittel und sind in Mooren und Seen erhalten geblieben. Mit nachgebauten Einbäumen werden die allgemeine Fahrtüchtigkeit und die Manövrierfähigkeit dieser Boote erprobt. Bei allem Ehrgeiz eines sportlichen Wettkampfes überwiegt das Interesse an experimenteller Archäologie und die Freude am Erproben eigner Fertigkeiten. Experimentelle Archäologen zeigen Handwerkstechniken und ein Welterbemarkt bietet Informationen rund um das Thema Welterbe. Die weiteren Pfahlbau-Fundorte am westlichen Bodensee (Bodman-Ludwigshafen, Konstanz, Allensbach, Gaienhofen, Öhningen und Eschenz in der Schweiz) werden im Laufe des Jahres 2020 ihre erlebbaren Pfahlbauangebote in einem gemeinsamen Flyer präsentieren.

Einen ersten Eindruck erhalten Besucher der CMT am Samstag, den 18. Januar auf dem Bodensee-Stand in Halle 6. Neben den News zur Internationalen Einbaumregatta wird ein Experimentalarchäologe Werkzeuge der Stein- und Bronzezeit zur Holzbearbeitung vorstellen sowie über Feuchtbodenarchäologie und die Welterbestätte „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“ informieren.

 

Seit 2011 sind die „Prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen“ als serielle transnationale Welterbestätte eingetragen. Beteiligt sind die Alpenanrainerstaaten Schweiz (Antragsteller), Frankreich, Deutschland, Österreich, Slowenien und Italien. Die Fundstätten liegen unsichtbar unter Wasser- oder Moorbedeckung. Dennoch sind sie außergewöhnlich gut erhaltene Archive nicht nur zur frühen Menschheitsgeschichte, sondern auch zur Umwelt- und Klimageschichte.