Buchen

1. Internationale 
Einbaumregatta
in Deutschland

Schon mal eine steinzeitliche Einbaum-Regatta erlebt? 
Vom 13. bis 16. Mai 2021 lockt diese originelle Veranstaltung nach Wangen an den Untersee. Wo vor rund 6.000 Jahren unsere Vorfahren lebten und in mächtigen Holzbooten den See
querten, machen es ihnen enthusiastische Teams nach. Die internationale Regatta wird jährlich im Rahmen des UNESCO Welterbes „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“ ausgetragen. Erstmals ist Deutschland Gastgeber. Neben dem Wettkampf auf dem Wasser werden die Besucher auf eine Zeitreise entführt: Experimentelle Archäologen zeigen Handwerkstechniken, ein Welterbemarkt informiert – und wer mag, kann sich im 
rekonstruierten Pfahlhaus im Museum Fischerhaus in die Steinzeit zurückversetzen.

Container
Einbaumregatta Slowenien 2018
Pfhalbauhaus Wangen
Taufe eines nachgebauten Einbaums in Ljubljana 2018

im Rahmen des Welterbes „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“ wird in jedem Jahr einmal die Internationale Regatta für steinzeitliche Einbäume ausgetragen, Das ausrichtende Land wechselt jedes Jahr: 2018 fand die Regatta in Slowenien, 2019 in Italien statt. Von 13. bis 16. Mai 2021 wird der Öhninger Ortsteil Wangen am westlichen Bodensee Austragungsort sein. Als Entdeckungsort der Pfahlbauten am Bodensee kommt Wangen eine besondere Bedeutung zu und eignet sich somit ausgezeichnet diese international angelegte Veranstaltung zu beherbergen. Gemeinsam mit dem Verein Museum Fischerhaus Wangen und dem Landesdenkmalamt BW konnte ein attraktives Rahmenprogramm rund um diese Internationale Regatta erarbeitet werden.

Die Idee zu dieser Regatta wurde vor einigen Jahren in der Schweiz geboren und trägt inzwischen rund um die Alpen. Seit 2011 findet sie mit nachgebauten prähistorischen Einbäumen jedes Jahr an einem anderen der über tausend bekannten Pfahlbaufundplätze rund um die Alpen statt. Nach Frankreich, Österreich, Slowenien und Italien findet die Regatta 2021 erstmals in Deutschland am Bodensee statt.

Einbäume waren in der Stein- und Bronzezeit gängige Verkehrsmittel und sind in Mooren und Seen erhalten geblieben. Mit nachgebauten Einbäumen werden die allgemeine Fahrtüchtigkeit und die Manövrierfähigkeit dieser Boote erprobt. Bei allem Ehrgeiz eines sportlichen Wettkampfes überwiegt das Interesse an experimenteller Archäologie und die Freude am Erproben eigner Fertigkeiten. Experimentelle Archäologen zeigen Handwerkstechniken und ein Welterbemarkt bietet Informationen rund um das Thema Welterbe. Die weiteren Pfahlbau-Fundorte am westlichen Bodensee (Bodman-Ludwigshafen, Konstanz, Allensbach, Gaienhofen, Öhningen und Eschenz in der Schweiz) werden im Laufe des Jahres 2021 ihre erlebbaren Pfahlbauangebote in einem gemeinsamen Flyer präsentieren.

Seit 2011 sind die „Prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen“ als serielle transnationale Welterbestätte eingetragen. Beteiligt sind die Alpenanrainerstaaten Schweiz (Antragsteller), Frankreich, Deutschland, Österreich, Slowenien und Italien. Die Fundstätten liegen unsichtbar unter Wasser- oder Moorbedeckung. Dennoch sind sie außergewöhnlich gut erhaltene Archive nicht nur zur frühen Menschheitsgeschichte, sondern auch zur Umwelt- und Klimageschichte.