Buchen

Flora & Fauna

Über 600 Pflanzenarten wachsen an den Ufern des Untersees. Eine davon ist das Bodensee-Vergissmeinnicht, das im Frühjahr auf den unwirtlichen Kiesufern erblüht. Frühlingsenzian, Mehlprimeln und sibirische Schwertlilien – Pflanzenfreunden hüpft das Herz. 

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Nest bei Hegne

Vogelwelt

Der Untersee ist eine der bedeutendsten und artenreichsten vogelkundlichen Regionen Mitteleuropas. In den ausgedehnten Naturschutzgebieten geben sich Schwarzhalstaucher, Rohrsänger, Singschwäne, Kolbenenten & Co. ein Stelldichein.
Für viele Zugvögel ist die klimatisch milde Unterseeregion eines der wichtigsten mitteleuropäischen Rast- & Überwinterungsgebiete.
Einige zehntausend Reiherenten aus Sibirien und Tausende von Kolbenenten aus Spanien verbringen hingegen gleich den ganzen Winter auf dem Untersee.

Bodensee Vergissmeinnicht

Ufervegetation und Bodensee-Vergissmeinnicht

Über 600 Gefäßpflanzenarten wachsen auf den Uferbanketten des Untersees. Im April färbt das blaue Band des Bodensee Vergissmeinnicht die Kiesufer. Wenn der Frühlingsenzian seine leuchtend blauen Blüten öffnet, beginnt auf den Riedwiesen ein buntes Farbschauspiel. Im Frühsommer können bis zu 50.000 Mehlprimeln die Wiesen rosa färben. Nach und nach entdeckt man dann verschiedene Orchideen und die sibirische Schwertlilie, die durch ihre tiefblaue Blüte ins Auge fällt.

Bodanrück Herbst

Wälder und Auen

Ausgedehnte Waldgebiete findet man am westlichen Bodensee vor allem auf dem Bodanrück, dem Schienerberg, im Hegau
und auf dem Thurgauer Seerücken. Ein gut beschildertes Wegenetz führt den Wanderer sicher zu den schönsten Aussichtspunkten und Beizen.

Weinberge

Weinberge

Markante Weinberge prägen die Landschaft des westlichen Bodensees. Auf der Insel Reichenau – dem südlichsten Weinbaugebiet Deutschlands - hat der Weinbau Tradition seit dem Mittelalter.
An den Hängen des Hohentwiels wachsen die höchstgelegenen Reben Deutschlands. Die Rebflächen auf der Halbinsel Höri und bei Bohlingen verfügen über tiefgründige und gut durchlüftete Böden,
die den Weinen die für den Seewein typische ausgeprägte Fruchtigkeit verleihen. Der in Tägerwilen beginnende Rebwanderweg erinnert an den Herrn Müller aus dem Thurgau, nach dem die wichtigste Bodenseerebsorte benannt ist.

Höri Gemüsefelder

Gemüsefelder

Das milde Seeklima lässt das Bodenseegemüse besonders gut gedeihen. Der See als Wärmespeicher schützt die jungen Pflanzen vor dem Frost. Schon vor Jahrhunderten haben die Höri-Bauern die benachbarten Städte mit Salat und Gemüse versorgt. Die Erfindung von Gewächshaus und Salatsteige ermöglichte den Aufstieg der Reichenau zur Gemüseinsel. Die Kleingärten und Gemüsefelder im Tägermoos versorgen bis heute die Städte Konstanz und Kreuzlingen. An den Straßenständen und in den Geschäften kann man regionales Obst und Gemüse kaufen. Eine Spezialität ist die Höri Bülle, eine Zwiebel mit hellrotbrauner Färbung, die nur auf der Halbinsel Höri wächst und europaweit geschützt ist.

Frühling Höri

Streuobstwiesen und Obstfelder

Streuobstwiesen und Apfelplantagen sind wie die Gemüse- und Weinbaugebiete Teil der alten Kulturlandschaft am westlichen Bodensee. Der Kanton Thurgau ist geprägt durch ausgedehnte
Apfelplantagen, die besonders im Frühling der Landschaft ein ganz besonderes Aussehen geben.

Die deutsche Seite besticht durch die abwechslungsreichen Streuobstwiesen, auf denen zum Teil uralte Obstsorten wachsen und die auch zu schmackhaften Säften und Bränden weiterverarbeitet werden. Auf Streuobst-Lehrpfaden und Sortenschaugärten in Moos, Radolfzell- Möggingen und Hemmenhofen kann man viel über den traditionellen Obstbau erfahren und lernt seltene Streuobst-Sorten kennen. Der BUND bietet Führungen an und man kann bei Landschaftspflege und Baumschnitt dabei sein.