Flusserlebnispfad Hegauer Aach
Leicht
Der „Flusserlebnispfad Hegauer Aach“ folgt dem Wasser vom Aachtopf bis zum westlichen Bodensee. Stille Auen, renaturierte Ufer und malerische Orte prägen diese naturnahe Route, die die ruhige Wasserwelt des Hegaus erlebbar macht.
Details der Tour
Empfohlene Jahreszeit
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Besonderheiten der Tour
Geologische Highlights
Wegebeschaffenheit
Wegmarkierung
Wie von Zauberhand kehrt es im Aachtopf zurück ans Licht: Das reinste Donauwasser, nachdem es 20 Stunden zuvor regelrecht vom Erdboden verschluckt wurde und von der Schwäbischen Alb unterirdisch in Richtung Hegau floss. Zwischen Deutschlands wasserreichstem Quelltopf bei Aach und dem westlichen Bodensee verläuft der Radweg „Flusserlebnispfad Hegauer Aach“. Auf rund 38 Kilometern führt er durch die malerische Landschaft des Hegaus, die hier mit üppigen Feuchtgebieten und verwunschenen Auen eine ihrer ursprünglichsten Seiten zeigt.
Der Weg folgt dem Wasser – und erzählt seine Geschichte. Von unterirdischen Karstwelten, durch die Donauwasser zur Aach und von dort durch ein weitläufiges Mündungsdelta in den Bodensee fließt. Von renaturierten Ufern, an denen Reiher staksen und Brachvögel rasten. Von einem Fluss, der einst Mühlräder drehte und heute ein Naturparadies speist.
Außerdem geht es vorbei an malerischen Orten wie Mühlhausen oder Beuren. In Singen wird die Aach zum Stadtfluss – von mächtigen Trauerweiden gesäumt, deren Äste wie grüne Schleier ins Wasser wogen. Darüber thront der Hohentwiel: ein gewaltiger Vulkankegel, gekrönt von einer der größten Festungsruinen Deutschlands. Nur wenige Radumdrehungen weiter zeigt sich zwischen Worblingen und Bohlingen, wie viel Leben in einem renaturierten Fluss steckt. Das Naturschutzgebiet um die Radolfzeller Aachmündung offenbart schließlich ein faszinierendes Refugium aus Schilfwäldern und stillen Wasserarmen, die hier nach langer Reise in den Bodensee münden.
Autorentipp
Entlang der Aach gibt es viele idyllische Plätze mit Bänken für eine Pause.
Wegbeschreibung
Die Route ist in beide Richtungen mit einer weißen Welle auf blauem Grund beschildert. Sie beginnt am Bahnhof Mühlhausen-Ehingen und führt zunächst zur Aachquelle in Aach, der größten Karstquelle Deutschlands und dem Ursprung der Radolfzeller Aach.
Von hier führt der Flusserlebnispfad zunächst über eine Hochebene nach Volkertshausen, wo er wieder auf die Aach trifft. Von dort folgt die Route, fast ohne Steigungen, dem Flusslauf durch die weiten Tal- und Wiesenlandschaften des Hegaus über Beuren an der Aach und Hausen an der Aach bis nach Singen.
Auch im Stadtbereich verläuft die von Parkanlagen, mächtigen Trauerweiden und Kleingärten gesäumte Route entlang der Aach naturnah. Dazu haben auch verschiedene Renaturierungsmaßnahmen seit den 1990er Jahren ihren Teil beigetragen - mit flachen Ufern, Buchten und Trittsteinen bietet die Aach heute einen grünen Erholungsraum mitten in der Stadt.Über Rielasingen, Arlen, Worblingen und Bohlingen geht es weiter bis nach Moos am Bodensee. Unterwegs laden zahlreiche Informationstafeln dazu ein, die Natur- und Kulturlandschaft entlang des Flusses näher kennenzulernen. Wer möchte, kann in Moos einen Abstecher zum Jachthafen unternehmen. Die Rückfahrt zum Ausgangspunkt erfolgt bequem mit der Regionalbahn Seehas ab Radolfzell.
Ausrüstung
Verkehrssicheres Fahrrad mit Helm, ausreichend Getränke und kleine Verpflegung.