VORLÄUFIG GESCHLOSSEN: August Deusser: Kunst für immer - und immer nur Kunst!

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August Deusser wurde 1870 in Köln geborenen und verbrachte mit seiner Familie kriegsbedingt die Jahre 1939 bis zu seinem Tod 1942 im Insel-Hotel in Konstanz. Doch dieser Bezug zum Bodensee ist weniger der Grund, diesen Maler erstmals wieder seit vielen Jahren in einer Ausstellung zu würdigen als sein qualitätvolles künstlerisches Schaffen sowie seine herausragende Rolle als...

August Deusser wurde 1870 in Köln geborenen und verbrachte mit seiner Familie kriegsbedingt die Jahre 1939 bis zu seinem Tod 1942 im Insel-Hotel in Konstanz. Doch dieser Bezug zum Bodensee ist weniger der Grund, diesen Maler erstmals wieder seit vielen Jahren in einer Ausstellung zu würdigen als sein qualitätvolles künstlerisches Schaffen sowie seine herausragende Rolle als Kunstpolitiker.

August Deusser absolviere zunächst eine Lehre zum Dekorationsmaler und studierte von 1890 bis 1897 an der Düsseldorfer Kunstakademie. Ab 1895 war er Meisterschüler des Historienmalers Peter Janssen d. Ä. Schon früh zeigte sich Deussers Vorliebe für das Pferd- beziehungsweise Reiter-Motiv. Insbesondere die Darstellung von Kavallerie-Soldaten bei ihren militärischen Übungen faszinierte ihn. Nachdem sein erster großer Auftrag für ein historisches Wandbild in Kleve mit einem Eklat und der Vernichtung des Werkes endete, wandte sich Deusser einer realistisch ausgerichteten Landschafts- und Portraitmalerei zu.

1902 heiratete er die vermögende Malerin Elisabeth Eugenie Albert. Von nun an war er finanziell unabhängig und konnte sich ganz der Freilichtmalerei zuwenden. Zugleich begann sich Deusser kunstpolitisch zu engagieren. Durch die Mitgliedschaft in Ausstellungsjurys und die Gründung sezessionistischer Künstlervereinigungen setzte er sich entschlossen für eine Erneuerung der Kunst im Rheinland ein. Von zentraler Bedeutung wurde 1908 der Sonderbund, eine Ausstellungsinitiative, die er zusammen mit Julius Bretz, Max Clarenbach, Walter Ophey, Wilhelm Schmurr und anderen ins Leben rief. Bis 1911 fanden die jährlichen Ausstellungen des Sonderbund‘ in Düsseldorf statt und erregten aufgrund der neuartigen Präsentation und durch den Einbezug französischer Avantgardekünstler Aufsehen. Da die Stadt Düsseldorf eine weitere Ausrichtung der Ausstellung verweigerte, wurde die letzte, epochemachende Sonderbund-Ausstellung 1912 in Köln durchgeführt.

1917 wurde August Deusser außerordentlicher Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie, doch 1924 musste er sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen und 1930 die künstlerische Tätigkeit ganz aufgeben.

Die Ausstellung, die in Kooperation mit der Antonie Deusser-Stiftung, Bad Zurzach in der Schweiz, und dem Museum Goch am Niederrhein entsteht, zeigt August Deussers künstlerische Entwicklung und legt den Schwerpunkt der Präsentation auf die für den Maler und Kunstpolitiker bedeutsamen Jahre 1908 bis 1912. Werke seiner engsten Weggefährten des Düsseldorfer Sonderbund‘ – Bretz, Clarenbach, Ophey und Schmurr – werden in die Darstellung einbezogen.

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